Ein Nein ist manchmal ein großes Ja zu uns selbst.
Wenn es nicht nach unserem Willen geht, nach unseren Vorstellungen und Plänen, nach unseren Hoffnungen und Sehnsüchten, reagieren wir enttäuscht, mit Wut oder Resignation.
Aber warum? Warum vertrauen wir so wenig auf unsere innere Führung?
Glück ist… sein Leben selbstbestimmt in die Hand zu nehmen.
Von fast allem haben wir eine feste Vorstellung. Wir glauben zu wissen, wer wir sind und wie wir funktionieren. Wir glauben zu wissen, wie unsere Umwelt auf uns reagieren wird. Wir glauben zu wissen, wie unser Lebensweg auszusehen hat und welche Ziele uns glücklich machen werden.
Das Merkwürdige aber nun ist, dass fast alles, woran wir glauben, gar nicht unser eigener Glaube sein muss.
Suchtartiges Verhalten lässt uns niemals genug haben.
Die meisten von uns glauben, wir würden endlich dauerhaft glücklich sein, wenn wir es schaffen könnten, die wesentlichsten unserer Ansprüche befriedigt zu bekommen – zum Beispiel ein schönes Haus, eine gemütliche Wohnung, einen perfekten Partner, ein großes Auto, einen idealen Job und noch ein paar Statussymbole. Das ist jedoch eine Illusion.
Bisher nahm man an, dass unser Gehirn statisch und unveränderbar sei. Man glaubte, dass die Vernetzungen in unserem Gehirn uns nur wenig Spielraum ließen, anders zu reagieren, als es in unseren Gehirnzellen eingespeichert ist.
Man ging davon aus, dass dort all unsere gemachten Gedanken und Erfahrungen, alle Enttäuschungen und Verletzungen einprogrammiert seien, für immer dort verblieben würden und unsere künftige Denkweise und unser Verhalten für alle weitere Zukunft beeinflussen würde.
Nun hat sich aber etwas ganz anderes herausgestellt:
Wenn wir unser bisheriges Leben in Ruhe betrachten, dann werden wir vielleicht erstaunt feststellen, dass es meistens Veränderungen waren, die uns Glück gebracht und uns mit Stolz und Freude erfüllt haben. Oft haben wir diesen Veränderungen sogar mit großer Vorfreude entgegengefiebert und konnten es gar nicht erwarten, bis sie endlich eintrafen. Viele dieser Veränderungen haben wir sogar noch heute als kleine Höhepunkte in unserem Gedächtnis gespeichert.
Alle Türen dieser Welt standen uns irgendwann im Leben einmal nach allen Seiten offen, die Chancen waren mannigfaltig. Aber dann hat sich das Leben doch anders entwickelt, und die meisten unserer Hoffnungen haben sich nicht erfüllt.